Cotutelle de thèse

Die Universität Wien begrüßt Initiativen von Doktoratsstudierenden, welche darauf abzielen ihr Forschungsvorhaben im Rahmen internationaler Kooperationen durchzuführen. Sollte eine substantielle Zusammenarbeit mit einer internationalen Partneruniversität essentiell für eine optimale Umsetzung ihres Dissertationsprojektes sein, dann bietet sich eventuell das Cotutelle de thèse Modell als beste Kooperationsmöglichkeit an.

Wesentliche Merkmale einer Cotutelle-Vereinbarung

Bei einer Cotutelle de thèse sind Sie während der gesamten Vereinbarungslaufzeit (i.d.R. 3 Jahre) an beiden Partneruniversitäten zugelassen. Wichtig ist, dass die Zulassung zum Doktoratsstudium nicht Bestandteil der Vereinbarung ist, es liegt in der Verantwortung der Doktorandin bzw. des Doktoranden, die Zulassungsprozedere an beiden Partneruniversitäten erfolgreich zu durchlaufen. Studiengebühren, etwaige andere Gebühren und anfallende Versicherungskosten sind im Regelfall an beiden Universitäten/in beiden Ländern zu entrichten. Weiters verbringen Sie im Rahmen einer Cotutelle einen beträchtlichen Anteil Ihrer Promotionszeit an der Partneruniversität (zumindest das Äquivalent eines Studienjahrs), Aufenthalte zu Forschungs- und Studienzwecken wechseln sich an den beiden Partneruniversitäten ab.

Die Studienleistungen laut Curriculum, Studienplan, Promotionsordnung o.ä. unterliegen dem jeweiligen inländischen Studienrecht und sind somit an beiden Partneruniversitäten zu erbringen. Die fertiggestellte Dissertation reichen Sie an beiden Partneruniversitäten nach den jeweils gültigen nationalen Regeln zur Begutachtung ein, die mündliche kommissionelle Abschlussprüfung (Rigorosum/Defensio) findet nach positiver Beurteilung der Dissertation und nach Erbringung aller Studienleistungen an einer der beiden Partneruniversitäten statt. Bitte bedenken Sie den dadurch entstehenden Mehraufwand.

Bei einer Cotutelle de thèse erwirbt die Doktorandin bzw. der Doktorand einen, von zwei Universitäten in unterschiedlichen Ländern gemeinsam verliehenen Doktortitel. Es handelt sich um einen auf Grund einer einzigen wissenschaftlichen Leistung verliehenen Titel, der auf der Forschungsarbeit an zwei Universitäten beruht – und nicht etwa, wie zum Teil missverstanden wird, um zwei verschiedene Doktortitel.

Welche Unterlagen sind bei der Antragstellung beizulegen?

  • Motivationsschreiben
  • Empfehlungsschreiben beider Betreuerinnen bzw. Betreuer
  • Arbeits-/Zeitplan. Der Arbeits-/Zeitplan umfasst die gesamte Laufzeit (i.d.R. 3 Jahre), etwaige Vorarbeiten sind anzugeben und die Arbeitspakete inkl. der jeweiligen Arbeitsstätten müssen klar erläutert werden.

Aus den Antragsunterlagen muss klar hervorgehen, dass die permanente Doppelinskription/-betreuung an beiden Partneruniversitäten essentiell für die erfolgreiche Umsetzung Ihres Dissertationsprojektes ist. Bitte schicken Sie die Unterlagen postalisch an das DoktorandInnenzentrum der Universität Wien.

 Bitte beachten Sie

Anträge um Aufnahme in des Cotutelle de thèse Programm der Universität Wien sind vor bzw. unmittelbar nach Studienbeginn zu stellen. Sollten Sie in Ihrem Studienverlauf bereits weiter fortgeschritten sein, können Sie internationale Kooperationen über die Dissertationsvereinbarung bzw. über die Fortschrittsberichte einfacher regeln. Ein Hauptaugenmerk bei der Prüfung Ihres Cotutelle de thèse Antrages wird drauf gelegt, ob Ihr Dissertationsprojekt im Forschungsinteresse beider Partneruniversitäten liegt und somit beide Institutionen wissenschaftlich von der Kooperation profitieren.